Finanzdienstleister

MLP-Geschäftsstellenleiter: Das Arbeitsgericht ist zuständig!

Was ich von dem allseits unbeliebten Finanzdienstleister MLP halte, habe ich ja schon oft genug beschrieben. Aber MLP ist immer wieder ein Thema.
Nicht nur, dass MLP wohl das einzige Unternehmen im Land ist, dass seine ehemaligen Handelsvertreter, von MLP auf neudeutsch „Consultants“ genannt, nach Beendigung des Mitarbeiterverhältnisses mit Prozessen überzieht, nein, auch die MLP-Geschäftsstellenleiter haben bei MLP kein leichtes Spiel.

MLP: Rosenkrieg im Finanzgewerbe

Die Methoden des allseits beliebten Strukturvertriebs mit schlanker Struktur MLP Finanzdienstleistungen AG gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern dürften sich mittlerweile herum gesprochen haben: Zu Beginn eines Mitarbeiterverhältnisses werden die jungen, angehenden Versicherungsvertreter, von MLP etwas aufgepeppt „Consultants“ genannt, auf schicken Infoveranstaltungen in luxuriösem Ambiente, moderiert von einer sexy Fernsehmoderation mit horrenden Provisionseinnahmen geworben. Welcher arbeitslose junge Akademiker will nicht einmal gerne reich sein?

Provisionsnachzahlungen für Ex-MLP-Consultants?

Welcher MLP-Consultant kennt sie nicht, die Provisionsverzichtsklausel in den Consultant-Verträgen, wonach die Consultants auf 50 % ihrer nachvertraglichen Provisionen verzichten müssen, MLP im Gegenzug dazu „großzügigerweise“ auf 50 % des Saldos zum Vertragsende verzichtet. Damit ist jetzt Schluss! So hat es zumindest das Landgericht Berlin in einem im April 2012 von mir erstrittenen Urteil entschieden. Das Landgericht Berlin hat diesbezüglich erkannt, dass die Provisionsverzichtsklausel gegen § 307 Absatz 2 Nr. 1 BGB verstößt.

Seiten

Finanzdienstleister abonnieren